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	<title>Lunchboy.de - Der Blog für kulinarischen Genuss &#187; Kalb</title>
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		<title>Mittagslunch bei K&#228;fers</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 08:22:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einkaufen in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Restaurants in München]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo zusammen und zun&#228;chst &#8220;mea culpa&#8221;, dass ich mich erst jetzt wieder einmal melde, doch ich musste mich leider in den letzten Tagen dem Rinnsal widmen, welches durch die sommerliche Grippe bedingt meiner Nase entsprang, sprich ich war mal kurz einige Tage au&#223;er Gefecht gesetzt. Doch nun zum eigentlichen Ansinnen meines Posts. Nachdem sich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen und zun&#228;chst &#8220;mea culpa&#8221;, dass ich mich erst jetzt wieder einmal melde, doch ich musste mich leider in den letzten Tagen dem Rinnsal widmen, welches durch die sommerliche Grippe bedingt meiner Nase entsprang, sprich ich war mal kurz einige Tage au&#223;er Gefecht gesetzt. Doch nun zum eigentlichen Ansinnen meines Posts. Nachdem sich der all mitt&#228;gliche Appetit wieder eingestellt hat, sind wir dem Aufruf einer lieben Freundin nachgekommen und haben uns am gestrigen Tage zum Mittagslunch bei K&#228;fers begeben. Genau &#8220;Der K&#228;fer&#8221;, also &#8220;Feinkost K&#228;fer&#8221; in der Prinzregentenstra&#223;e im sch&#246;nen M&#252;nchen. Wo &#8220;man sich eben trifft&#8221;. Voller Erwartungen habe ich mich also etwas fein gemacht, weil es ja als &#8220;unschick&#8221; gilt, in einem Etablissment wie dem &#8220;K&#228;fers&#8221; rumzulaufen, als wolle man David Hasselhoff zu seinen besten Baywatch-Zeiten Konkurrenz machen, nun gut, ich also ins saloppe Sommerh&#246;schen mit Polohemdchen geschwungen und hungrig ab zu K&#228;fers. Da unsere Freundin des &#246;fteren schon bei K&#228;fers dinierte, hat sie wohlwissendlich ob der raren Mittagspl&#228;tze f&#252;r drei Personen reserviert. Leider hatten wir recht schnell den Eindruck, dass das so richtig eigentlich niemand mehr wusste und uns etwas verlegen einfach zu einem freien Platz an einen Vierertisch gesetzt. Nun gut, das mag ja einmal vorkommen &#8211; aber bei K&#228;fers? Die Qual der Wahl fiel uns dennoch leicht, da sich wirklich leckere K&#246;stlichkeiten auf der Mittagskarte befanden und so haben die Damen jeweils &#8220;Tagliatelle mit Garnelen an einer Safran So&#223;e&#8221; bestellt, mich gel&#252;stete eher nach Fleisch  und da ja eine meiner Leibspeisen das gute alte &#8220;Wiener Schnitzel&#8221; ist, orderte ich dieses, um einfach mal zu sehen, wie das denn so bei &#8220;K&#228;fers&#8221; schmeckt.</p>
<p><span id="more-49"></span></p>
<p>Vorausschicken muss ich jedoch noch unsere Getr&#228;nkebestellung, die dem Ganzen schon einen ersten &#8220;Drill&#8221; gab, da sich der Garcon irgendwie nicht so richtig allen Beteiligten widmete und sich vermutlich nicht verinnerlichen konnte, dass meine Frau eben nen ganzen Liter Mineralwasser alleine vertilgt, da er nach ihrer Bestellung auf dem Absatz kehrt machte und unsere Freundin ihren Mund wieder schloss ohne ihre Bestellung absetzen zu k&#246;nnen. Kurze Zeit sp&#228;ter kam jedoch der Gute mit unseren Drinks und Biggi konnte bestellen.</p>
<p>In angemessener Wartezeit vertilgten wir das leckere Vollkornbrot mit Butter und harrten der Dinge die da kommen m&#246;gen. Zwischenzeitlich genoss ich meine Beobachten der illustren G&#228;ste die da so bei &#8220;K&#228;fers&#8221; mal schnell auf ne Nudel zu Mittag gehen, weil vermutlich die manik&#252;rten N&#228;gel nicht am heimischen Herd maltr&#228;tiert werden sollen, oder man vermutlich die Bulthaup-K&#252;che auch nur zum Schein oder des nachbarschaftlichen Wettbewerbs wegen einbauen lie&#223;, wer wei&#223;&#8230; Lustig war auch ein vollb&#228;rtiger Pubertierender &#8220;End-Abiturient&#8221; oder vielleicht &#8220;Schon-Student&#8221; mit &#8220;hipper&#8221; H&#252;fthose in Turnschuhen beim Telefonieren mit seinem &#8220;Vertu&#8221;-Handy anzuschauen, der wohl mit Schwesterherz und &#8220;Mama&#8221; mit zu K&#228;fers durfte. Vielleicht war&#8217;s ja auch der Freund der Kleinen, der eben nur standesgem&#228;&#223; Papas&#8217; Handy ausf&#252;hren durfte, wenn man bedenkt, dass ein Vertu-Handy mal schlappe 3.000,&#8211; bis 4.000,&#8211; Euronen verschlingt. Aber ein popliges Nokia tuts der vermeintlichen Oberschicht nat&#252;rlich schon lange nicht mehr&#8230; K&#246;stlich jedenfalls mein Zeitvertreib. Ich glaube ich habe jedenfalls noch nie so viele &#8220;Edel-Handtaschen&#8221; auf einem Haufen gesehen. Wenn man mal bedenkt, was man mit dem Geld vern&#252;nftiges anstellen k&#246;nnte, aber lassen wir das&#8230;</p>
<p>Doch widmen wir uns doch dem eigentliche lukullischen Anlass unseres Besuches. Dem Essen. Wie schon gesagt, kam in angemessener Zeit unser Essen. Die Damen bekamen und jetzt aufgepasst: &#8220;Rigatoni mit Garnelen in Safranso&#223;e&#8221; und eben keine Tagliatelle. Ich bekam, wie bestellt, mein Wiener Schnitzel. Jetzt mag der ein oder andere sagen: &#8220;Ja mei, a Nudel is a Nudel&#8221; doch weit gefehlt! Wenn ich eben Lust auf Tagliatelle habe, m&#246;chte ich vielleicht halt einfach keine Rigatoni. Ok ok es gibt Schlimmeres auf der Welt ganz klar und man mag sich fragen, Gott was hat der denn f&#252;r Sorgen aber in einem &#8220;K&#228;fers&#8221; darf so etwas meiner Meinung nach eben nicht passieren. Man bezahlt ja schlie&#223;lich auch nicht 4,95 f&#252;rs Business-Lunch sondern mal kurz stolze 11,&#8211; EUR. Kurzum haben sich die Damen nat&#252;rlich zu Wort gemeldet worauf dann der eigentliche Klopper meines Ansto&#223;es passierte: Unser lustiger Kellner, wenn man ihn bei K&#228;fers als solchen &#252;berhaupt bezeichnen darf, meinte nur lapidar &#8220;&#8230; isch wusste n&#252;scht&#8230; Tagliatelle wohl aus&#8230;&#8221;, worauf sich die fragenden Blicke meiner Begleiterinnen kreuzten und sich fast ihre Gesichtsz&#252;ge entgleisten und zu recht meinten, dass man das doch vielleicht vorher sagen k&#246;nne, dass es eben keine Tagliatelle mehr gibt sondern eben &#8220;nur noch&#8221; Rigatoni. Nebenbei bemerkt sind Rigatoni nat&#252;rlich auch sehr lecker, wenn sie richtig zubereitet sind. Unser Servicegott entgegnete dann nur &#8220;K&#252;sche hat nischt gesagt&#8230; soll isch fr&#252;sch machen? Was unser Entsetzen eigentlich noch verschlimmerte, suggeriert doch diese Frage, dass die urspr&#252;nglichen Tagliatelle vermeintlich nicht frisch waren? Meine M&#228;dels entgegneten dann einfach nur &#8220;nein danke, bis dahin sind wir verhungert&#8230;&#8221; und gaben sich nat&#252;rlich mit den Rigatoni zufrieden die wohl auch recht lecker waren.</p>
<p>Wie auch immer, ist das alles nat&#252;rlich kein Drama, man erwartet jedoch in einem K&#228;fer Feinkost, dass man dar&#252;ber im Vorhinein einfach nur informiert wird wenn ein Gericht halt eben aus ist, was ja eigentlich grunds&#228;tzlich f&#252;r ein Restaurant spricht, da wohl die Pasta frisch zubereitet wird. Etwas schade eben. Doch nun zum Wiener Schnitzel.</p>
<p>Da lag es nun, ganz klassisch wie man es kennt, aus Kalbfleisch und meines Wissens eigentlich in Butter ausgebacken, was dem Geschmack nach auch so zubereitet wurde. Doch beim ersten Bissen stellte sich leider bei mir keine Gl&#252;ckseligkeit ein. Das Fleisch war ok, aber eben nur ok und kaum gew&#252;rzt. Von &#8220;Verliebtheit&#8221; beim Koch also keine Spur, vielleicht ja frisch geschieden? Wie auch immer musste ich eben nachw&#252;rzen, ok lieber nachw&#252;rzen als versalzen, keine Frage, aber eben nicht der kulinarische Hochgenuss, den man, so meine ich immer noch, zumindest f&#252;r schlappe 18,&#8211; Euro erwarten darf. Aber, man sitzt eben bei K&#228;fers und das will bezahlt werden. Der Kartoffelsalat war klassisch angemacht mit Gurken und halt, ja mei, ein Kartoffelsalat. Zu den Preiselbeeren im Glas und der obligatorischen Zitrone &#228;u&#223;ere ich mich jetzt nicht, was will man dazu auch gro&#223; schon erz&#228;hlen.</p>
<p>Also summa summarum, fand ich jetzt das Mittagslunch bei K&#228;fers ok, aber eben nur ok. Ein kulinarischer Leckerbissen war bei unseren Gerichten jetzt leider nicht dabei und ich bleibe nach wie vor dabei, dass ich mein bestes Wiener Schnitzel bisher beim Kaisergarten bekommen habe.</p>
<p>Zur Ehrenrettung des Tischpersonals muss man sagen, dass die Cappucinis und der Espresso aufs Haus gingen, die uns beim Bezahlen noch angeboten wurden. Das fand ich wiederum galant.</p>
<p>Mein pers&#246;nliches Highlight folgte jedoch eigentlich erst bei der Begehung von K&#228;fers Feinkostgesch&#228;ft. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie bei K&#228;fers im eigentlichen Gesch&#228;ft war. Ich bereute es j&#228;h, als mir das Eldorado an K&#246;stlichkeiten von Regal zu Regal offeriert wurden. Eine unglaubliche F&#252;lle an wirklich tollsten und seltensten lukullischen Erg&#252;ssen werden angeboten, wir mussten in der Fischabteilung uns auch gleich noch ein &#8220;Amuse Geul&#8221; f&#252;r den heutigen Mittags- oder Abendtisch mitnehmen, vier Black Tiger Prawns und ein paar Jakobsmuscheln &#8211; k&#246;stlichst!</p>
<p>Kurzum, mein Fazit:</p>
<p>Der Mittagstisch war ok, aber nicht atemberaubend, der Besuch im K&#228;fers Feinkostgesch&#228;ft hingegen schon.</p>
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