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Kühlschrankkauf: Es kann doch so einfach sein…

Isser nicht schön? Ich bin so happy, dass der Kühlschrankkauf endlich über die Bühne ist. Gott war das eine Odysee! Wie ja in Teil 1 der “Story” schon beschrieben hatten wir mit dem Kauf eines Kühlschranks zunächst überhaupt kein Glück. Wir bekamen von der Metro unser Geld anstandslos zurück und hatten ja parallel schon den Bosch Kühlschrank bestellt. Hier noch mal ein “Gruß” an Liebherr! Ihr habts echt drauf… Also wir den Bosch Kühlschrank bestellt, am übernächsten Tag stand die freundliche Spedition, die witzigerweise die gleich war, die auch den Liebherr Kühlschrank hätten liefern sollen, vor der Türe und haben uns anstandslos den Kühlschrank in unsere Wohnung in das 3. OG getragen. Super Sache! Es kommt wohl auch darauf an, wie ein Hersteller mit seinen Spediteuren umgeht… Kurzum hier steht er nun in seiner vollen Pracht:

Unser neuer Bosch Kühlschrank in Edelstahl

Ein sehr schöner Kühlschrank, der auch super klasse aussieht und die gleichen wenn nicht mehr Funktionen hat, 0 Grad Fach für Obst etc. pp. Also wir sind rundum happy und das Beste zum Schluss: Wir haben mal kurz noch einiges an Euronen gespart! Die brauchen wir auch für unserern Wintertripp in die Karibik!

Servicewüste Deutschland – Oder warum es so schwer ist einen Liebherr Kühlschrank zu kaufen Teil II

So liebe Leserschaft, heute hat es sich endgültig entschieden! Liebherr wird an uns keinen Kühlschrank verkaufen! Das ist jetzt der absolute Oberhammer! Meine Frau hat heute bei der Metro angerufen und den wirlich sehr zuvorkommenden Verkäufer nochmals bemüht sich um die Sache zu kümmern, da das Telefonat mit Liebherr alles andere als erfreudig war. Unglaublich! “Ja, in diesem Fall könne man uns nicht weiterhelfen, die Metro würde ja eigentlich auch eher gewerbliche Käufer bedienen…” Hallo??? Das Telefonat mit dem Außendienstmitarbeiter war der Oberklopper! “Ja, er könne sich erst am Donnerstag darum kümmern und außerdem hätte er jetzt einen weißen Kühlschrank ausgepackt bei der Metro stehen!”… Das ist doch wirklich unglaublich! Warum muss man sich überhaupt mit dem Außendienstmitarbeiter von Liebherr rumschlagen? Was hab ich mit dem zutun?

Wir waren am Wochenende im Ruffini (sehr nettes Café in der Orffstraße 22-24 www.ruffini.de) bei dem zufälligerweise ein guter Bekannter von uns dabei war, der ja bei Bosch arbeitet ;-) So jetzt wirds einfach ein Bosch! Der kühlt auch, sieht auch klasse aus und das Beste: den gibts auch noch für fast die Hälfte!

Ich berichte dann, was wir mit dem erleben ;-)

Servicewüste Deutschland – Oder warum es so schwer ist einen Liebherr Kühlschrank zu kaufen

Jetzt ist es also endgültig aus! Die Freundschaft mit meiner, von meinen Schwiegereltern vererbten, Kühl- Gefrierkombination ist endgültig in die Brüche gegangen. Seit ein paar Tagen “leckt” die in die Jahre gekommene Frischhalteapperatur und taut immer wieder ab, ergießt das abgetaute Wasser über den Boden und “überrascht” uns all morgentlich damit, eine Pfütze “gebirgsseegleich” in unserer Küche vorzufinden.

Kurzum – ein Neuer muss her! Nur was für einer? Nun, aus der Fülle von “Side by Side” und “Standalone”-Geräten mit oder ohne Eiswürfelfach und mit mehr oder weniger “+” nach dem “A”, das ist die Energiesparkategorie, will man der “political correctness” wegen, darauf natürlich nicht verzichten. Doch welches Gerät soll es denn sein? Wir haben uns für einen Kühlschrank der Marke “Liebherr” entschieden, weil es ein Gerät ist, welches gut ausschaut, die technischen Vorzüge wie Biorefresh und was weiß ich noch alles hat und uns halt einfach gefällt. Achso, in Edelstahl ist er auch noch gehalten.

Jetzt sollte man ja meinen, wenn einem die Wahl schon mal mehr oder minder schwer gefallen ist und man sich dann doch endlich entschieden hat, man einfach in einen Laden geht, Geld bezahlt und einen neuen Kühlschrank sein Eigen nennen darf… Doch weit gefehlt!

Wir haben uns dazu entschlossen, dieses Gerät bei der “Metro” zu kaufen. Die Vorzüge waren klar: Lieferung binnen 48 Stunden direkt von Liebherr. Preislich passte es auch. Das Teil kostet immerhin 1.500,– EUR in Worten: Eintausendfünfhundert! Ja, das waren zur Zeit der guten alten DM immerhin knapp 3.000,– DM. Dafür sollte man doch etwas bekommen!?

Meine Frau und ich also in die Metro gefahren und in die “Fachabteilung” der Großhandelskette, in das Untergeschoß. Vielleicht hätten wir hier ja schon stutzig werden sollen. Doch was will man von Menschen erwarten, die den ganzen Tag kein Tageslicht sehen? Genau! Trotzdem freundlich bedient werden.

Wir wussten zum Glück die Artikelbezeichnung unseres CBNES 3856, so heißt nämlich die das gute Stück, denn in dem Sammelsurium an Prospekten in dem der “Abteilungschef” rumkramen musste, hätte der eh nichts gefunden. Da meine Frau wesentlich geduldiger ist als ich, hat sie dann auch die Kommunikation mit dem “Fachmann” übernommen, der sichtlich einfach keine Lust hatte, ein Kühlschrank zu verkaufen. Jesus ich versteh das nicht! Da wird immer noch herumgejammert, dass die Umsätze zurückgehen, dass Firmen abwandern, dass Produkte aus Asien billiger sind als die, die im eigenen Ländle produziert werden und dann will man einfach nur sein Geld ausgeben und muss sich diese übellaunigen Idioten geben!

Hierzu muss ich jedoch sagen, dass wir zuvor telefonische Fachberatung hatten, eines Verkäufers, der leider zum Bestellzeitpunkt nicht da war. Also wurde eben dieser übellaunige Fachabteilungsspezialist gerufen, weil der angeblich von den Kühlschränken am meisten Ahnung hätte, was er jedoch sofort verneinte… Kein Kommentar!

Aber die Odysee geht ja weiter. Nachdem er also unsere Bestellung aufgenommen hatte, sind wir mit dem Auftragszettel zur Kasse gelatscht, in der Annahme, dass wir jetzt einfach mit EC-Karte unsere 1.500,– EUR abdrücken und uns auf die Anlieferung eines neuen, nicht siffenden Kühlschranks freuen dürfen, denn, wie ja schon oben erwähnt, “Lieferung binnen 48 Std.!”. Aber nein es sollte anders kommen…

Als die Kassiererin unsere Auftragssumme kassieren will, meint sie doch glatt: “… also die tausend Euro können sie per EC-Karte bezahlen, 500 Euro dann bitte in bar…” Hallo? Which part of “Ich will einfach nur einen Kühlschrank bezahlen dürfen…” don’t you understand? Ich dachte mal kurz mich föhnt’s weg! Ich kann in jedem “Fachmarkt für Unterhaltungselektronik” als Nobody mit ner EC-Karte für tausende von Euronen Gerätschaften erwerben und hier im “Großhandelsfachmarkt” muss ich mal schlappe 500 Euro bar mitschleppen? Hierbei sei noch bemerkt, dass der hinter der Kasse aufgestellte EC-Automat mit einem Zettel dekoriert war, auf dem in “Schönschrift” “defekt” stand. Auf unseren Protest hin, die Metro könne ihre Kühlschränke verkaufen an wen sie will, jedoch nicht an uns, wackelte die Dame der Zahlen dann in das “Kassenbüro” zur Königin der Abrechnung, die ihr dann jedoch bestätigte, dass es nicht anderes ginge, worauf wir unseren Auftrag einfach stornieren wollten. “Ja das geht hier nicht, da müssen sie in die Fachabteilung gehen und den Auftrag dort stornieren lassen…”

Spätestens jetzt war es an der Zeit mich hier auszuklinken, um nicht wegen Vandalismus vor Gericht zu landen… In solchen Fällen pflege ich ein Omm oder von 1-8 zu zählen und langsam durchzuatmen. Manchmal hilfts… Andrea, meine Frau, also in die Fachabteilung ins unterbelichtete Untergeschoss und siehe da, ein kurzes Telefonat mit der Abteilung, die keine Aufträge stornieren darf, und es ging! Magic!

Und jetzt kommts! Nach vierTagen, man bemerke, die 48 Stunden sind längst vorbei, haben wir uns dann einmal erlaubt, uns bei der Metro zu erkundigen, wo denn eigentlich unser Kühlschrank bleibt. Voller Entrüstung über Liebherr, versicherte man uns, sich sofort zu kümmern und siehe da kurze Zeit später rief auch die Spedition an, da diese den Kühlschrank bei Liebherr schon längst abgeholt hatte, anscheinend jedoch vom Versprechen der Metro “Lieferung binnen 48 Stunden” nichts wusste und noch nie was gehört hat. Nun denn. Die “freundliche” Dame der Spedition machte erst mal meine Frau rund und meinte recht unverschämt, sie hätten zu 99% nur Gewerbekunden die ebenerdig ihr Büro hätten und sie nicht in das 3. OG liefern würden, sondern nur bis nach der ersten Haustüre. Da uns für gewöhnlich der Kühlschrank jedoch unten im Hausflur recht wenig Freude bescheiden würde, erlaubten wir uns abermals die Metro zu konsultieren und zu fragen ob es eigentlich noch geht. Sichtlich bekümmert half man uns nun wirklich sehr bemüht, vereinbarte mit der Spedition, dass diese den Kühlschrank zur Metro und die Metro diesen dann zu uns lieferte. Allerdings gegen die Zahlung von 120,– EUR, was uns mittlerweile jedoch egal war, Hauptsache, wir bekommen endlich diesen sch… Kühlschrank!

Palimpalim es klingelt und zwei wirklich sehr freundliche Herren fragten, ob sie hier richtig seien.. Ich bejahte und traute meinen Augen nicht, als die erste Folie vom Kühlschrank abfiel! In reinstem Weiß stand da auf der Straße ein Kühlschrank, den wir eben so nicht bestellt hatten! Ich frage mich ernsthaft, ob es eigentlich heutzutage wirklich ein so großes Problem darstellen kann, einen einfachen Kühlschrank a.) bezahlen zu wollen und b.) sich bitte auch noch in die Wohnung liefern zu lassen. Das gibts doch nicht! Ich dachte ich fall vom Glauben ab! Nachdem ich die freundlichen Helfer darüber aufgeklärt hatte, dass wir eben keinen Kühlschrank in Reinweiß sondern in Edelstahl bestellt hatten, packten die das Teil wieder ein und zogen von dannen.

Jetzt bin ich mal gespannt wie es weitergeht! Ich werde berichten…